Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten bieten sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen die Möglichkeit, angestrebte Weiterbildungen zu realisieren und in die eigene berufliche Zukunft oder das Unternehmen zu investieren.

Sprechen Sie uns gerne an – wir informieren Sie umfassend über die für Sie in Frage kommenden Fördermöglichkeiten.

Wir haben Ihnen hier einen Überblick über mögliche Förderungen zusammengefasst. Weiterführende Informationen zu den einzelnen Fördermöglichkeiten, Kontaktadressen und dazugehörige Informationsflyer etc. finden Sie hier auf der Webseite.

 

Förderungen für Unternehmen (Arbeitgeber)

 

WEGEBAU-FÖRDERUNG

  • Förderung der Bundesagentur für Arbeit zur Fort- und Weiterbildung von ungelernten Beschäftigten und Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten

  • Der Antrag wird vom Arbeitgeber gestellt und der/ die Arbeitnehmer/in erhält nach Beratung durch die Bundesagentur für Arbeit einen Bildungsgutschein, der die anteilige Übernahme der durch den Arbeitgeber zu zahlenden Lehrgangsgebühren sichert:

    o bis zu 75% für Mitarbeiter älter als 45 Jahre

    o bis zu 50% für Mitarbeiter jünger als 45 Jahre

  • Voraussetzung für die Bewilligung des Bildungsgutscheines ist eine nach AZAV erfolgte Maßnahmenzertifizierung des Anbieters für die gewünschte Bildungsmaßnahme. Bitte beachten Sie hierzu die expliziten Angaben der Fördermöglichkeiten in den einzelnen Weiterbildungsbroschüren!

 

WIN – WEITERBILDUNG IN NIEDERSACHSEN

  • Für Beschäftigte aus Unternehmen mit Betriebsstätten in Niedersachsen und Betriebsinhaber/innen von Unternehmen in Niedersachsen unter 50 Beschäftigten Förderung für Weiterbildungsmaßnahmen einschließlich der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie der Ausgaben für Freistellung etc.

  • Zuschuss bis zu 50%, mind. 1000 Euro bei einer maximalen Laufzeit von 24 Monaten

  • über die Höhe der Förderung entscheidet die regionale Anlaufstelle (NBank Hannover) auf der Grundlage des Antrags und der Richtlinienbestimmung

  • muss vor Beginn der Weiterbildung beantragt werden und wird nach Beendigung der Weiterbildung unter Vorlage sowie Prüfung der Verwendungsnachweiseausgezahlt

 

 

Förderungen für Privatpersonen (Arbeitnehmer)

 

BEGABTENFÖRDERUNG/WEITERBILDUNGSSTUDIUM

  • fördert talentierte und motivierte Berufseinsteiger unter 25 Jahren

  • Voraussetzung ist eine Berufsabschlussprüfung mit besser als „gut“ (1,9 oder besser) sowie ein Beschäftigungsverhältnis von mind. 15 Wochenstunden

  • innerhalb des Förderzeitraums von bis zu drei Jahren können insgesamt 6.000 Euro an Zuschüssen beantragt werden

  • förderungswürdig: Weiterbildungen im Bereich der Gesundheitsberufe, fachübergreifende Weiterbildungen, Betriebswirt, Fachwirt etc.

  • einkommens- und vermögensunabhängig

  • nicht rückzahlungspflichtig

  • muss vor Beginn der Weiterbildung beantragt werden

 

MEISTER BAFÖG (AFBG)

  • für berufliche Aufstiegsfortbildung mit öffentlich-geregelter Prüfung und Mindeststundenzahl von 400 Ustd. (z.B. Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege, Fachpflegekraft in der gerontopsychiatrischen Pflege, …)

  • Zuschuss 40% (nicht rückzahlungspflichtig)

  • 60% zinsgünstiges Darlehen (muss nicht in Anspruch genommen werden), davon 40% Erlass bei Nachweisdes erfolgreichen Abschlusses

  • alters-, einkommens- und vermögensunabhängig

  • sollte 3 Monate vor Beginn der Weiterbildung beantragt werden, aber auch noch im Verlauf möglich

 

BILDUNGSURLAUB

  • Niedersächsische Arbeitnehmer/innen haben im laufen-den Kalenderjahr Anspruch auf 5 Tage bezahlte Freistellung für die Teilnahme an Bildungsveranstaltungen nach dem Niedersächsischen Bildungsurlaubsgesetz

  • Die Anerkennung der Bildungsveranstaltung nach dem Niedersächsischen Bildungsurlaubsgesetz muss durch eine Bestätigung des Weiterbildungsanbieters beim Arbeitgeber mit geplantem Zeitraum im Rahmen der Beantragung eingereicht werden (vier Wochen vorher)

  • anerkennungsfähig sind drei- bis fünftägige Veranstaltungen mit jeweils 8 Unterrichtsstunden

 

BILDUNGSGUTSCHEIN

  • Förderung der Bundesagentur für Arbeit zur Fort- und Weiterbildung von Arbeitslosen oder von Arbeitslosigkeit bedrohten Personen

  • Die Arbeitsagentur am Wohnort des Antragsstellers entscheidet nach einem Beratungsgespräch über die Ausstellung des Bildungsgutscheins

  • Voraussetzung für die Bewilligung des Bildungsgut- schein ist eine nach AZAV erfolgte Maßnahmenzertifizierung des Anbieters für die entsprechende Weiterbildungsmaßnahme

 

BILDUNGSPRÄMIE

  • Programm des Bundesministeriums für Bildung und- Forschung (BMBF)

  • Richtet sich vor allem an Erwerbstätige, die bisher aus fi nanziellen Gründen auf Weiterbildung verzichtet haben

  • Besteht aus a) dem Prämiengutschein und b) dem Weiterbildungssparen (Spargutschein) sowie einer ver- pfl ichtenden vorgeschalteten Prämienberatung

 

PRÄMIENGUTSCHEIN

  • für Erwerbstätige (mind. 15 Std. pro Woche) älter als 25 Jahre mit einem zu versteuerndes Jahreseinkommen von maximal 20.000 Euro (als gemeinsam Veranlagte 40.000 Euro)

  • kann nur für Weiterbildung eingesetzt werden, deren- Lehrgangskosten maximal 1.000 Euro beträgt (inkl. MwSt.)

  • Zuschuss von 50% der Weiterbildungskosten, maximal 500,00€

  • der Eigenanteil (50%) muss vom Teilnehmer selbst be- zahlt werden (kann nicht vom Arbeitgeber übernommen werden!)

  • zum Zeitpunkt des Beratungsgespräches darf noch kei- ne Anmeldung/ Rechnungsstellung für die Maßnahme erfolgt sein

 

WEITERBILDUNGSSPAREN/SPARGUTSCHEIN

  • für alle diejenigen, die über ein gefördertes Ansparguthaben nach dem Vermögensbildungsgesetz (VermBG) verfügen (vermögenswirksame Leistungen etc.)

  • ermöglicht die vorzeitige Entnahme des angesparten Guthabens, ohne dass dadurch die Arbeitnehmersparzulage verloren geht

  • kann unabhängig vom Jahreseinkommen, vom Alter und vom aktuellen Erwerbsstatus in Anspruch genommen werden

  • geeignet für kostenintensivere (und häufig länger laufende) Weiterbildungsmaßnahmen

  • nach dem Beratungsgespräch ist die Kontaktaufnahme mit dem eigenen Geldinstitut erforderlich, um sich über den Ablauf der vorzeitigen Entnahme aus dem Ansparguthaben zu informieren

 

STEUERLICHE ABSETZBARKEIT VON WEITERBILDUNGSKOSTEN

  • Weiterbildungskosten können bei den Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit als Werbungskosten abgesetzt werden

  • Für die steuerliche Anerkennung der Weiterbildungskosten ist eine Darlegung des beruflichen Zusammenhangs von Vorteil.

  • Typische Weiterbildungskosten sind zum Beispiel: Kursgebühren, Prüfungsgebühren, Fahrtkosten, Übernachtungskosten

  • Für die Fortbildung angeschaffte Gegenstände, können wie Arbeitsmittel abgesetzt werden. Dazu zählen z.B.: Fachliteratur, Arbeitsmittel, etc.